Dyke* March Hambug und After Dyke* March Meet Up

Freitag, 04. August 2023, 18.30 |
Freitag, 04. August 2023, 22.00 |

Am 4. August ist es wieder so weit: Das Lesbennetzwerk Hamburg ruft zum 8.Dyke* March für mehr Lesbische* Sichtbarkeiten auf.

Liebe lesbitransinternonbinär* Communities: kommt zusammen, um gemeinsam für mehr Sichtbarkeit von Lesben* zu stehen. Der Dyke* March ist eine bunte Mischung aus Lesben*, Freund*innen und Allies* aller Orientierungen, Haarlängen, Altersgruppen, Nationalitäten und Befindlichkeiten, sowie eine Plattform, euch und eure Interessen
und politischen Forderungen zu präsentieren.

Dyke* steht nicht für Ausgrenzung, Hass oder Diskriminierung.
Dyke* steht bei uns für Lesbe*/queere Frau/frauenliebende Frau/genderqueere Lesbe*/trans Lesbe*/non-binäre Lesbe*/intergeschlechtliche Lesbe*, cis Lesbe*

Bringt Parolen, Flaggen, witzige Sprüche mit, damit der Dyke* March Hamburg ein farbenprächtiges Ereignis für alle wird.

Seid laut, stark, bunt und selbstbewusst!

Wir freuen uns über gepostete Fotos der Teilnehmer*innen, sowie das Taggen
auf Instagram mit @dykemarchhamburg und auf Facebook mit @Lesbennetzwerk.

Lesben* sollten in jedem Lebensalter und in ihren unterschiedlichen Lebenslagen, in ihrer Vielfalt und ihrer Power, mit ihren Themen und Interessen, ihren Beiträgen zu Kultur und Geschichte und insbesondere zur Geschichte der Frauenemanzipation sichtbar sein.

Lesben* gibt es überall. Oft sind sie aber nicht sichtbar.

Viele Lesben* haben in der Frauenbewegung erheblich dazu beigetragen, dass Frauen öffentlich stärker wahrgenommen und mehr anerkannt werden, dass Gewalt gegen Frauen als gesellschaftliches Problem definiert wurde, dass Frauen ein
selbstbestimmtes Verhältnis zur weiblichen Sexualität entwickelten, und blieben doch als Lesben oft unsichtbar.

Ihr politisches Engagement war – und ist – enorm und oftmals wegbereitend.

Trotzdem werden die Bedürfnisse und Belange von lesbischen* Frauen in Gesellschaft, Politik und Öffentlichkeit aber auch in der Community wenig bis gar nicht thematisiert.

Lesben* werden sowohl mit ihren Potentialen als auch mit ihren spezifischen Ausgrenzungserfahrungen ignoriert oder nur unzureichend wahrgenommen.

Lesben* sind keine homogene Gruppe. Ihre Erfahrungen, Chancen und Identitäten sind neben ihrem Geschlecht auch von vielen anderen Faktoren geprägt. So sind Schwarze Lesben*/Lesben* of Color, Lesben* mit Migrationsgeschichte,
körperlich und geistig beeinträchtigte Lesben*, Lesben* aus der Arbeiter*innenklasse, akademische und nicht akademische Lesben*, Lesben* mit Fluchterfahrung, alte und /oder transgeschlechtliche Lesben* von zusätzlicher
Mehrfachdiskriminierung betroffen.

Die spezifische Situation von Lesben* muss Berücksichtigung finden!

Dazu gehört u.a. eine umfassende Reform des Abstammungs- und Familienrechts,
eine umfassende Rentenreform, die die Lebensleistung von Lesben* anerkennt und der immensen Altersarmut von Lesben* und Frauen entgegenwirkt,
die Gleichstellung auf dem Arbeitsmarkt,
die Umsetzung der Istanbul-Konvention,
eine kontinuierliche Finanzierung und paritätische Förderung von Lesben*projekten,
die Unterstützung von lesben*spezifischen Wohn- und Pflegeformen,
die Berücksichtigung von lesbenrespektierenden Qualitätskriterien in der Pflege
Hasskriminalität, Spaltungen und Polarisierungen gegenüber LSBTIQ+ nehmen leider weiterhin zu – auch gegenüber Lesben*. Lesben*- Feindlichkeit kann nur begegnet werden durch ein solidarisches Miteinander!

Mit dem Dyke*March wollen wir ein Zeichen setzen und unsere Diversität lautstark demonstrieren. Wir wollen zeigen, dass wir die vielen unterschiedlichen Orientierungen, Identitäten, Lebensweisen und Selbstbezeichnungen respektieren.

Dyke* March für mehr lesbische* Sichtbarkeiten
Bergstraße / Ecke Mönckebergstraße After Dyke* March Meet up auf St. Pauli Jolie und Toom Peerstall
Hamburg

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