The b****** are back! Charlotte Arnhold & Stefan Mildenberger

Freitag, 27. August 2021, 19.00 | bis Sonntag, 29. August 2021, 18.00 |
Bild: Charlotte Arnhold, Layla & Crystal, 2020

The b****** are back!
Charlotte Arnhold & Stefan Mildenberger

Vernissage: Freitag, 27. August 2021, 19 Uhr
Performance: 21 Uhr
Ausstellung: 28. - 29, August, je 14 - 18 Uhr

hinterconti
Balduinstraße 24
20359 Hamburg

www.hinterconti.de

Pornotupien durchdringen unser alltägliches Dasein. Mit dem Smartphone gelangen die Nutzer_innen schnell zu den körperlichen, expliziten Filmchen und Bildern. Welche Gender-Normen lesen wir aus dem Anblick der Porno-Darsteller_innen überhaupt ? – falls wir uns darauf überhaupt konzentrieren können, während auf Plattformen wie instagram Inhalte von Sexarbeiter_innen zensiert oder, wie auf OnlyFans, sogar in Zukunft fast vollständig verboten werden.
Körper werden eingeteilt in “weiblich” oder “männlich”, Inhalte von Nutzer_innen werden als pornographisch befunden und dementsprechend zensiert oder die Urheber_innen ganz von den Plattformen verbannt.
Sexarbeiter_innen, femmes und sluts werden in der Popkultur glorifiziert, objektifiziert und daraussfolgend entmenschlicht. Eine sexualisierte Ästhetik ist erwünscht, allerdings nur zu den von der Gesellschaft auferlegten Konditionen – niemals autonom. Eine selbstbestimmte Arbeit mit und Herstellung von pornographischen Inhalten scheint wenn überhaupt nur im Künstlerischen Kontext möglich.
Die Made in Heaven Foto-Serie von Jeff Koons aus dem Jahr 1989 hat die Grenze zwischen Kunst und Porno vollständig ausgelöscht und zeigt, daß Porno unbestritten Kunst sein kann. Auf den Bildern stellt Koons seine sexuelle Beziehung zu seiner damaligen Ehefrau, der italienischen Politikerin und Pornostar Ilona Staller, auch bekannt als Cicciolina, dar. Die Arbeiten zeigen das nackte Paar in expliziten Posen und verweisen auf Gemälde von Künstlern wie Edouard Manet.
In Ihrer Ausstellung The b****** are back untersuchen Arnhold und Mildenberger ebenfalls den Platz der Sexualität in der visuellen Kultur. In verspielten Videos, flirrenden Collagen und Performances, tasten sich Arnhold und Mildenberger an eine Porno-Ästhetik im künstlerischen Sinne heran. Hübsch und verwirrend, - provokativ, liegt im Auge der Betrachter*innen.

*english*
In this day and age, pornotopia is everywhere, sexualised imagery ubiquitous. Smartphones make it fast an easy to access pornographic content. Which gender norms or ideologies can we derive from explicit online content, porn actresses and actors? If we even have time for that, since platforms like instagram heavily censor sex workers, and platforms like OnlyFans are even planning to ban sexually explicit content completely.
Bodies are separated in „male“ and „female“, depersonalized and either approved or censored accordingly.
In popular culture, sex workers are glorified, objectified and subsequently dehumanised. Sexually explicit aesthetics are desired, but only on societal and corporate terms – never in an autonomous way.
A self determined approach to creating porn seems only possible in the context of art.
The photo series Made in Heaven by Jeff Koons from 1989 completely erased the line between art and porn. The photographs depict the sexual relationship between Koons and his former wife, the politician and porn star Ilona Staller aka Cicciolina. The images show the couple in explicit poses and refer to paintings by artists like Edouard Manet.
With their exhibition The b****** are back Arnhold and Mildenberger investigate where sexuality could have a place in visual culture, and if porn can be an autonomous art form. with playful videos, garish collages and performances the artists explore a conceptual approach to porno aesthetics, or aesthetic pornography. If pretty, or pretty provoking – that’s for the viewer to decide.

Mit freundlicher Unterstützung der Behörde für Kultur, Sport und Medien

hinterconti
Balduinstraße 24
22767 Hamburg

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    QUEER HISTORY MONTH mit Spiel, Spaß und Spannung!
    Schon seit vielen Jahrzehnten wird im Piccadilly das einfache, aber spannende Würfelspiel Tuntenroulette gespielt. Das Würfelbrett ist über 50 Jahre alt und hat schon Tausenden von Würfeln standgehalten. Der Legende nach hat Herbert – Herz und Seele des Piccadilly – Ende der 70er Jahre mit seinen Kegelfreunden Volker und Holm die Spielregeln bei 1,75 Promille erfunden.
    Ein Abend zum gemeinsamen Spielen, Geschichten austauschen und neue Menschen kennenlernen – und das in der ältesten schwulen (heute eher queeren) Bar Hamburgs!

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