Queer und geflüchtet - Mehr Hilfe ist nötig!

Mittwoch, 12. Juli 2017, 19.00 bis 21.00 |
Veranstaltungsplakat Queer und geflüchtet - Mehr Hilfe ist nötig!

Eine Diskussionsveranstaltung rund um lesbische, schwule, transgender und queere Geflüchtete

mit

Cedric Hoeber, mhc Beratungsstelle
Sabine Bender-Jarju, SAVIA, Beratung Geflüchteter bei Gewaltvorfällen
Carolin Wiegand, Projekt für queere Geflüchtete, Dresden
und Gäste mit persönlicher Fluchtgeschichte

Moderation: Katrin Jäger, Journalistin

Die Veranstaltung ist kostenfrei und dauert etwa 2 Stunden. Die Diskussion findet in deutscher Sprache statt.
Veranstalterin: GRÜNE Fraktion Hamburg-Nord

Zum Inhalt der Diskussion:

Im Oktober 2016 diskutierten gut 100 Interessierte auf Einladung der GRÜNEN Fraktion Hamburg-Nord Einladung im mhc darüber, was von Staat und Gesellschaft getan werden müsste, um queeren Geflüchteten zu helfen. Die Veranstaltung bot einen ersten Überblick über die spezifischen Probleme und Bedürfnisse dieser besonderen Gruppe.

Neun Monate später ist zwar die Zahl der neu ankommenden Gefüchteten in Hamburg stark gesunken, doch die Zahl der Beratung suchenden Personen steigt weiter an. Bei vielen von ihnen sind die Problemlagen, die auch andere Geflüchtete aufweisen eng mit ihrer queeren Identität verknüpft. Oft sind damit die entsprechenden Begegnungs- und Beratungseinrichtungen erste Anlaufstelle auf der Suche nach Unterstützung.

Die herausragende Rolle dieser Einrichtungen drückt sich in noch weiter gestiegenen Beratungszahlen aus (50% der Beratungen erfolgt derzeit im Bereich Geflüchteter) und führt zu einer dauerhaften Belastung der Mitarbeiter*innen – trotz bereits in gewissem Umfang aufgestockter Mittel und Aktivitäten beispielsweise im Bereich von Unterbringung und Opferschutz. Besonders fordernd ist dabei der Umgang mit diskriminierten, von Gewalt betroffenen und traumatisierten Menschen, bei denen auch noch die Sprachbarriere hinzukommt.

Hamburg steht nicht allein vor der Herausforderung, für queere Geflüchtete eine auf ihre besonderen Bedürfnisse zugeschnittene Beratung und sozialarbeiterische Begleitung zu bewerkstelligen. In vielen anderen Städten Deutschlands, darunter neben großen Städten wie Berlin auch kleinere wie Chemnitz, wurden gesonderte Einrichtungen bzw. Stellen für eigene Ansprechpersonen geschaffen. Hamburg steht bei diesem Weg noch am Anfang.

Gemeinsam mit Vertreter*innen vom mhc, weiteren Beratungsstellen aus Hamburg und anderen Bundesländern sowie nicht zuletzt Geflüchteten wollen wir unter anderem folgende Fragen beleuchten:

Wie stellt sich mittlerweile die Situation queerer Geflüchteter in Hamburg und in Hamburg-Nord dar?
Wie steht es um die spezifischen Beratungs- und Begleitungsangebote? Sind diese personell ausreichend besetzt? Welche Schwierigkeiten gibt es?
Was können wir in Hamburg und im Bezirk Hamburg-Nord von anderen Städten lernen? Welche Wege und Methoden sind erfolgversprechend?

Kontakt: fraktion@gruene-nord.de / 040 5117919

mhc
Borgweg 8
Hamburg

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