SALON IN.SIGHT zum NORDDEUTSCHEN BLACK HISTORY MONTH mit Maseho, Dayan Kodua & Sheeko Ismail

Donnerstag, 27. Februar 2025, 18.30 |

Gespräch mit Maseho, Dayan Kodua & Sheeko Ismail

Einmal monatlich lädt die Hamburger Kunsthalle (junge) Erwachsene ab 16 Jahren zum Salon ein. Ob Lesung, Vortrag, Performance, Diskussion, Konzert oder Workshop - jeder Salon bietet eine einzigartige Erfahrung mit wechselnden und spannenden Gästen.

Jedes Jahr im Februar steht dieser Monat im Zeichen vergangener und gegenwärtiger Schwarzer Geschichte. Entstanden in den 1920er Jahren in den USA, ist der »Black History Month« seit den 1990er Jahren auch in mehreren Städten Deutschlands ein fester Bestandteil.

In Hamburg wurde der erste Black History Month 1996 von der Jazzvokalistin, Bildungsarbeiterin, und Community Organizerin Cynthia Utterbach initiiert und gemeinsam mit Love Newkirk (Sängerin, Entertainerin und Moderatorin), Iris Moor (Jazzsängerin, Historikerin und Bibliotheksforschende) und LaToya Manyl-Spain (heute Sista Olorontoyin, PR und Design) organisiert. Als Gründungsmütter haben sie dazu beigetragen, dass der Black History Month in Hamburg dort ist, wo er heute ist. Nigel Asher war musikalischer Leiter und übernahm 2007 die Organisation, nachdem Cynthia Utterbach einige Jahre zuvor zurück in die USA gehen musste.

Beim Black History Month geht es um die Anerkennung und Würdigung der Errungenschaften Schwarzer, afrikanischer und afrodiasporischer Persönlichkeiten.
Es geht um Sichtbarkeit, Wissensvermittlung, Vernetzung, Empowerment und darum, Menschen eine Plattform zu geben, um sich auszuprobieren, sei es mit ihrer Kunst, in der Organisation oder der medialen Aufbereitung. Ebenso geht es um Basis- und Selbstorganisierung und den Abbau von Vorurteilen und Rassismus.

In einer entspannten Atmosphäre und bei einem erfrischenden Getränk beleuchtet der Salon aktuelle Themen der LGBTQIA+-Community in Bezug auf ausgewählte Ausstellungen. In diesem Penal sprechen wir darüber, wie der Black History Month gefeiert wird und wie er sich verändert hat, zum Beispiel heißt er in Bremen Black Story Month. Wir widmen uns der Frage, ob der BHM die Diversität der Communitys widerspiegelt und über dessen aktuelle Notwendigkeit, da es mittlerweile viele Gruppen und Einzelpersonen gibt, die über den Black History Month hinaus relevante Themen einbringen und Empowerment Arbeit leisten.

Gäst*inen:

Sheeko Ismail (keine Pronomen) ist qualifizierte*r Projektmanager*in, Kurator*in, Teamer*in und Poet*in. Sheeko ist im Kulturbereich aktiv und engagiert sich vor allem in aktivistischen Kreisen Schwarzer und marginalisierter Gruppen sowie in der politischen Bildungsarbeit. 2018 gründete Sheeko die Initiative »Zukunft ist bunt«.
Sheeko kuratiert Projekte wie »Black Art & Fashion Festival«, »Black Story Month« und »Bremen Ballroom Culture«. Seit 2021 ist Sheeko auch Herausgeberin der Buchreihe »Look at Us! Galerie der Schwarzen Vorbilder & Heldinnen in Deutschland«, die ebenfalls in Kollektivarbeit entstanden ist.
Im Mai 2022 initiierte Sheeko das Projekt der ersten Schwarzen Kinderbibliothek in Deutschland und leitet diese seit Januar 2023 gemeinsam mit Maimuna Sallah in eigenen Räumlichkeiten. Zurzeit studiert Sheeko Kultur- und Medienmanagement an der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg.

Dayan Kodua (sie/ihr), Schauspielerin, Autorin und Aktivistin, hat es sich zur Aufgabe gemacht, Kinderbücher zu schaffen, die über das Gewohnte hinausgehen und Kindern gleichzeitig einen Spiegel ihrer eigenen Realität vorhalten. Ihre Bücher zeichnen sich durch authentische Geschichten und lebendige Illustrationen aus, die zum Nachdenken anregen und Gespräche über gesellschaftliche Themen wie Vielfalt, Rassismus und Selbstakzeptanz fördern.
Der 2019 von Dayan Kodua gegründete »Gratitude Verlag« steht für Vielfalt, Empowerment und Repräsentation in der Kinderliteratur. Der Verlag veröffentlicht Bücher, die Kindern helfen, sich in verschiedenen Lebensrealitäten wiederzufinden und stolz auf ihre Identität zu sein. Geschichten mit Schwarzen, Braunen und PoC-Held*innen dienen als starke Vorbilder. Ob die Abenteuer von Odo oder eine Entdeckungsreise durch Hautfarben – jedes Buch trägt zu einer bunteren und gerechteren Welt bei.

Maseho (sie/ihr) ist eine Schwarze Deutsche (präzise: Mosotho-Hanseatische) Malerin, Illustratorin, Poetin und Kuratorin aus Hamburg. Zudem ist sie Hundebesitzerin, Social-Media- und Online-Marketing-Fachfrau und nebenbei Mutter. Ihre visuellen und lyrischen Werke sind geprägt von ihrer Leidenschaft für überwiegend (aber nicht ausschließlich) afrokulturelle Geschichte und Mythologie sowie Alltagserfahrungen. Sie ist die Initiatorin der »Black History Month-Poetry Night Hamburg« und veröffentlicht u. a. in der Anthologie »Arriving in the Future – Stories of Home and Exile« Auszüge ihres Textbeitrags zur Geschichte und Bedeutung des Afro wurden für den Katalog der Ausstellung »Africa X Fashion Now« in Berlin als Exponate in die Ausstellung integriert.
Maseho ist eine der acht Schwarzen Künstlerinnen, die in Natasha A. Kellys preisgekröntem Berlin-Biennale-Film »Millis Erwachen« und dem gleichnamigen Buch porträtiert wurden. Vor einigen Jahren launchte Maseho den »Afrohanseatischen Salon« – ein Programm aus Talkshow, Performance und Improvisationstheater, das in Zusammenarbeit mit dem Ukubona-Sisters-Kollektiv dazu beiträgt, dass Schwarze kreative Frauen (und weitere Kreative) aus der norddeutschen Region mehr Sichtbarkeit erhalten.

Moderation:
Diminga Lorenzen ist Community Organizerin und koordinierte fünf Jahre lang den Black History Month in Hamburg. Sie glaubt an die Notwendigkeit von Selbstorganisation im Schwarzen Befreiungskampf und zur Emanzipation migrantifizierter Communities. Ihre Familie ist väterlicherseits Ovaherero und mütterlicherseits Deutsch. Sie ist Volkswirtin und Mitbegründerin des Bundesfachnetz Gesundheit und Rassismus.

Hinweis: Wir empfehlen den Besuch des Salons erst ab 16 Jahren. Bitte beachten Sie, dass ggf. während der Veranstaltung von der Hamburger Kunsthalle Fotos zu Zwecken der Öffentlichkeitsarbeit gemacht werden.

Treffpunkt: Veranstaltungsraum Galerie der Gegenwart

Teilnahme: 0 € zzgl. Eintritt. Teilnahmetickets sind im Vorverkauf erhältlich.

Die Teilnehmer*innenzahl ist begrenzt.

Hamburger Kunsthalle
Glockengießerwall 5 Veranstaltungsraum Galerie der Gegenwart
20095 Hamburg

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    tink - trans inter nonbinary kino

    [DE]
    Drei Tage lang Filme, die trans, Inter, non-binary und agender Perspektiven in den Mittelpunkt stellen – dokumentarisch, biografisch, künstlerisch und politisch.

    Es gibt viel Raum für Austausch, Vernetzung und entspannte Barabende. Von uns. Für uns.
    Bis bald im Centro Sociale!

    [ENG]
    Three days of films that highlight trans, Inter, non-binary, and agender perspectives—documentary, biographical, artistic, and political.

    there’s plenty of space for discussion, networking, and relaxed evenings at the bar. By us. For us. See you soon at the Centro Sociale!

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    Centro Sociale
    Film
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    Bar
    collage aus Film Stills, dem Logo und in großen Buchstaben: Bar
    tink_Bar

    Der Abspann zum Filmfest:

    Am Freitag- und Samstagabend laden wir euch nach dem letzten Film herzlich in unsere gemütliche Bar im Centro Sociale ein. Dort gibt es Raum für Austausch, Vernetzung, neue Kontakte und entspannte Gespräche. Es gibt eine Auswahl an Getränken — mit und ohne Alkohol.

    tinkino.org
    Wir freuen uns darauf, den Abend mit euch ausklingen zu lassen!