Emil Mario Vacano und Emmerich Graf Stadion– ein homosexuelles Freundespaar?

Donnerstag, 22. Januar 2015, 20.00 |

Lesung mit Wolfram Setz
Ein junger Mann, der (auch) als Kunstreiterin aufgetreten ist und umsattelt auf den Pegasus; ein Verfasser pikanter Geschichten, der auch kirchenkritische Bücher schreibt – Aspekte wie diese prägen Leben und Werk des Emil Mario Vacano (1840–1892).
Wolfram Setz hat erstmals eine biographische Annäherung auf der Grundlage authentischer Zeugnisse gewagt.
Ausgangspunkt war, was seit den Tagen von Magnus Hirschfeld als ausgemacht galt und gilt: Der Erzähler Emil Mario Vacano und der Lyriker Emerich Graf Stadion (1838–1901) sollen ein »homosexuelles Freundespaar« gewesen sein.
Was ein Foto eindeutig zu beweisen scheint, führt zu höchst unterschiedlichen Spuren im Leben und Werk der beiden Autoren.
Seit zwanzig Jahren durchforstet Wolfram Setz Archive und Bibliotheken nach Schätzen aus der Geschichte „schwuler“ Literatur, um sie dem Vergessen zu entreißen und erneut einem Publikum zugänglich zu machen. Eine erstaunliche, international hoch geschätzte Sammlung ist dabei in der Zwischenzeit zusammengetragen worden: die „Bibliothek rosa Winkel“. Die beiden jüngsten Veröffentlichungen in dieser Reihe sind Vacanos Roman „König Phantasus“ über König Ludwig II (hinter dessen schillerndem Leben sich der Autor nicht zu verstecken bräuchte) und Wolfram Setz’ biografische Skizze über Emil Mario Vacano.

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    Auf diesem Stadtteilrundgang geht es um Verfolgung der queeren Community während der Zeiten, in denen der Paragraph 175 noch Bestand hatte – viele Biografien hinter Stolpersteinen erzählen Geschichten dazu. Auf der anderen Seite fand die Community kreative Schlupflöcher, etablierte Orte der Begegnung und übte Widerstand gegen Diskriminierung. Queere Menschen waren und sind in der Sexarbeit, als Wirt*innen und als Künstler*innen tätig und haben auf St. Pauli einiges bewegt. Wir schauen uns queere Orte der Ausgehkultur der letzten hundert Jahre bis heute an und stoppen für einen Drink in der ältesten Schwulenbar Hamburgs. Eine Buchung vor der Tour ist leicht, aber zwingend nötig! Entweder per Mail oder Buchung auf der Website.

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